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Automatisierungsinseln in der Intralogistik? Nicht mit der DPA!

Roboterarm im Lager

Allzu oft werden in der Intralogistik nur einzelne Teilbereiche umgestellt, Digitalisierungs- und Automatisierungspotenziale bleiben auf der Strecke. Am Rand solcher Automatisierungsinseln entstehen dann hohe Reibungsverluste. Eine DPA mit ganzheitlicher Digitalisierungsstrategie ist hier die Lösung – und so gehen Unternehmen sie an.

Mithilfe einer Digitalen Prozessautomatik (DPA) erreichen Unternehmen hohe Effekte in Sachen Optimierung und Effizienzsteigerung. Voraussetzung ist aber, dass die DPA ganzheitlich angegangen wird: Mit einer umfassenden Strategie für alle Abläufe im Unternehmen. Abteilungen im wahrsten Sinne des Wortes zu betrachten – also abgeteilt voneinander – ist nicht zielführend. Mitunter ist der Aufwand der Digitalisierung und Automatisierung dann sogar höher als der Nutzen.

 

Intralogistik: So weit sind Automatisierung und Digitalisierung hier schon

In der Intralogistik ist die Digitalisierung schon relativ weit vorangeschritten: ERP-Systeme sind gängig und weit verbreitet. Viele Unternehmen nutzen allerdings oftmals noch die ersten Systeme, die vor Jahrzehnten eingeführt werden. Einige Unternehmen gehen aber auch mit der Zeit und setzen bereits auf neue, cloudbasierte Technologien. Allzu oft kommen ERP-Systeme – ob alt oder neu – aber eben nur in Teilbereichen zum Einsatz. Die Mittel in Form von ERP-Systemen sind in der Intralogistik zwar da, werden aber nicht vollumfänglich eingesetzt.

Neben den ERP-Systemen gibt es in der DPA noch zwei andere Bereiche: die Intelligente Prozessautomation (IPA) und die Orchestrierungssysteme. Diese beiden gibt es in der Intralogistik so gut wie gar nicht, sie stecken derzeit noch komplett in den Kinderschuhen.

 

Mit IPA und Orchestrierungssystemen zur Automatisierung

Dabei biete IPA und Orchestrierungssysteme großes Potenzial: Mit der IPA lassen sich bestimmte manuelle Tätigkeiten komplett automatisieren. Bestellungen zum Beispiel können automatisiert verarbeitet, Rechnungen ohne manuellen Aufwand geschrieben und überprüft werden. Gehen Lieferscheine noch nicht digital im Unternehmen ein, können sie über ein Kamerasystem eingelesen und anschließend verarbeitet werden. Den Inhalt erfasst eine Künstliche Intelligenz, offene Fragen – zum Beispiel zu einzelnen Garantiekonditionen – klärt diese selbst. So werden Mitarbeitende von diesen Aufgaben entlastet und können an anderer Stelle viel effektiver eingesetzt werden. Vor allem in Branchen, die unter einem Fachkräftemangel leiden, ist freigewordene Arbeitskraft von grundlegender Bedeutung.

Die Orchestrierungssysteme führen alle Daten aus den verschiedenen Systemen zusammen. Für die Intralogistik heißt das: Es geht kein Wissen mehr verloren. Zusätzlich müssen Mitarbeitende nicht mehr händisch Daten von einem System ins andere übertragen – eine Arbeit, die wertvolle Arbeitskraft bindet und Fehlerpotenzial birgt. Denn allzu schnell schleichen sich bei solchen Systembrüchen Fehler ein: Ein Zahlendreher in der Postleitzahl eines Kunden oder eine Null zu viel bei der Liefermenge können gravierende Auswirkungen haben.

Durch die Verknüpfung aller Systeme aber lassen sich solchen repetitiven, manuellen Tätigkeiten automatisieren. Alle Systeme greifen auf die notwendigen Daten zu, Lieferscheine zum Beispiel können automatisiert erstellt werden. Das geht schneller und ist nicht fehleranfällig. Auch Kommissionierungsfehler lassen sich ausmerzen: Bei dem Konzept "Pick by Vision" zum Beispiel tragen Fachkräfte für Lagerlogistik eine Datenbrille. Diese zeigt ihnen an, aus welchem Regal sie welches Produkt als Nächstes holen müssen. Tragen sie dazu noch einen smarten Handschuh, wird das entnommene Produkt auch direkt eingelesen.

 

Beispiel Lebensmittelbranche: DPA bietet Sicherheit und Wettbewerbsvorteile

In der Lebensmittelbranche gelten hinsichtlich Hygiene und Sicherheit spezielle Anforderungen. Durch die DPA werden Unternehmen diesen viel besser gerecht: Mithilfe der DPA in der Intralogistik können einzelne Chargen dezidiert nachverfolgt werden. Gibt es mit einer Charge ein Problem, kann sie viel schneller aus dem Verkehr gezogen werden.

Auch in Sachen Verpackung entlastet die DPA: Denn in jedem Land gelten hinsichtlich der Angaben zu Inhaltsstoffen, Nährwerten und Mindesthaltbarkeitsdatum spezifische Anforderungen. Liegen diese Daten in der Intralogistik zentral vor und können über die Systeme hinweg abgerufen werden, lassen sich Verpackungen automatisiert und dadurch schnell und korrekt erstellen. Das betrifft auch bestimmte Werbekampagnen: Verpackungen mit individuellen Texten oder Kundenfotos zum Beispiel. Diese können nicht auf Lager gelegt werden, müssen aber schnell zur Verfügung stehen.

Zusätzlich können Unternehmen aus der DPA einen Wettbewerbsvorteil ziehen. Durch das Konzept "Tracking and Trace" kann die gesamte Lieferkette eines Produkts nachverfolgt und die Infos darüber den Kunden bereitgestellt werden. Dass Produkte zum Beispiel fair gehandelt sind, trägt für viele Kunden zur Kaufentscheidung bei.

 

Das gilt es bei der Einführung der DPA zu beachten

Unternehmen, die die DPA einsetzen möchten, müssen vor der Einführung der Technologie einen ersten wichtigen Schritt gehen: Eine ganzheitliche Digitalisierungsstrategie entwickeln. Dadurch verhindern sie, dass nur einzelne Abteilungen oder Teilprozesse digitalisiert und automatisiert werden. Um die Digitalisierung und Automatisierung ganzheitlich voranzubringen und ihr volles Potenzial auszuschöpfen, müssen aber alle Prozesse aufeinander abgestimmt werden. Hinzu kommt ein Business-Process-Management, bei dem alle Arbeitsabläufe – die intralogistischen und die zu Lieferanten, Partnern und Kunden – sauber definiert werden. Denn nur, wer seine Prozesse kennt, kann sie im Anschluss optimieren.

Zusätzlich müssen Unternehmen immer auch das Marktgeschehen im Blick haben. Das bedeutet auch, dass auch bei bereits optimierten Prozessen gegebenenfalls nachgesteuert werden muss. Denn ändert sich der Markt, müssen auch intralogistische Prozesse mitunter erneut angepasst werden. Wichtig ist aber auch die Kommunikation in den Markt: Also Lieferanten, Partnern und Kunden zu erklären, welche Vorteile die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse auch für sie hat. Aber auch intralogistisch muss kommuniziert werden, was die DPA nützt. Die eigene Mitarbeiterschaft muss also abgeholt und befähigt werden. Denn ziehen diese bei der DPA nicht mit, wird sie letztlich scheitern.

 

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