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Agiles Arbeiten nach Scrum – 3 Elemente zum Ausprobieren

Ursprünglich wurde Scrum als Rahmenwerk für die agile Softwareentwicklung konzipiert. Heutzutage wenden auch Teams außerhalb der Softwarebranche bei komplexen Projekten Scrum an.

Was haben IBM, Google und Spotify gemeinsam? Sie setzen – unter anderem - auf den Einsatz agiler Arbeitsweisen, um in einem komplexen Umfeld Lösungen für ihre Kunden zu generieren. Scrum, ursprünglich als Rahmenwerk für die agile Softwareentwicklung konzipiert, hilft zunehmend auch Teams außerhalb der Softwarebranche bei der Zusammenarbeit an komplexen Projekten. Mit drei einfachen Elementen, die Sie in Ihrem Team oder Ihrem persönlichen Arbeitsalltag ausprobieren können, erhalten Sie einen ersten Einblick in agile Arbeitsweisen.

Eine Runde Rugby

Für die Sportbegeisterten unter uns – Scrum (deutsch: Gedränge) ist ein Begriff aus dem Rugby und beschreibt eine Situation, in der das Spiel nach einem geringfügigen Regelverstoß wieder aufgenommen wird. Der Begriff Scrum wurde in einem Artikel der Harvard Business Review als Analogie für erfolgreiche Produktentwicklungsteams verwendet und später von den Begründern des Scrum-Prozesses für ihr neu entwickeltes Rahmenwerk genutzt. Gedacht für den Einsatz in der Software- oder Produktentwicklung in einem komplexen Umfeld, schafft Scrum Transparenz über den Prozess und die Arbeit von Teams und stellt durch regelmäßige Überprüfungs- und Anpassungszyklen sicher, dass ein Produkt den größtmöglichen Wert für den Kunden generiert.

Der Ablauf von Scrum in Kürze

Scrum arbeitet mit Events, welche die Möglichkeit bieten, das Produkt (in Scrum - Inkrement) zu überprüfen und anzupassen und Transparenz zu schaffen. Die Arbeit wird in sogenannten Sprints von maximal vier Wochen organisiert. Zu Beginn eines Sprints werden das Sprint-Ziel und die Aufgaben für den Sprint festgelegt (Sprint Planning). Im Daily Scrum wird der Arbeitsstand täglich überprüft und angepasst. Am Ende des Sprints (Sprint Review) wird das Ergebnis des Sprints gemeinsam mit den wichtigsten Stakeholdern überprüft und Anpassungen vorgenommen. Den Abschluss bildet die sogenannte Sprint Retrospektive, in der das Team die Zusammenarbeit reflektiert und Verbesserungsmaßnahmen zur Steigerung der Qualität und Effektivität plant.

Der neue Sprint beginnt wiederum mit dem Sprint Planning.

Ablauf von Scrum in Kürze

Daily Scrum – Transparenz über den Arbeitsstand der einzelnen Teammitglieder schaffen

Das Daily Scrum oder Daily Standup ist wohl das bekannteste Scrum Event. Im Rahmen von Scrum dient es dazu, den Fortschritt des Teams auf dem Weg zum Sprint-Ziel (siehe Scrum Guide) zu überprüfen und die anstehenden Aufgaben gegebenenfalls anzupassen. Das Daily Scrum schafft Transparenz über den Arbeitsstand der einzelnen Teammitglieder. Es findet täglich statt - zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Die Dauer des Daily Standup beträgt 15 Minuten. Das Meeting kann im Stehen durchgeführt werden (daher die Bezeichnung Standup), um die Dauer des Termins so kurz wie möglich zu halten.

Klassischerweise beantwortet jedes Teammitglied im Daily die folgenden drei Fragen:

Daily Scrum - Transparenz der Teammitglieder

Arbeiten Sie in einem Team an einer größeren Aufgabe und müssen sich regelmäßig abstimmen? Sprechen Sie mit Ihrem Team und laden Sie es für eine Woche zu einem Daily ein. Reflektieren Sie nach einer Woche gemeinsam mit dem Team und integrieren Sie gegebenenfalls ein Daily langfristig in Ihren Arbeitsalltag.

Timeboxing - sich an die im Voraus festgelegte Zeit der Meetings halten

Es ist Freitagnachmittag, die Besprechung beginnt. Wie üblich sind einige der Teammitglieder pünktlich, während andere noch fehlen. Die Diskussion „Können wir anfangen? Wissen Sie, ob Person XY noch dazukommt?“ wird geführt. Die Teammitglieder beschließen, noch fünf Minuten zu warten. Folge: Der Termin wird überzogen. Um dies zu verhindern, schlägt das Scrum Rahmenwerk Timeboxing vor. Der Termin beginnt und endet zu der vereinbarten Zeit. Ein*e Moderator*in wird ernannt der oder die gemeinsam mit dem Team entscheidet, wie viel Zeit für jedes Thema aufgewendet wird und der oder die das Meeting zur vereinbarten Zeit beginnt und beendet. Der oder die Moderator*in darf bei ausufernden Diskussionen eingreifen und auf die vereinbarten Zeiten für die jeweiligen Themen verweisen. Niemand wird sich nach der Besprechung beschweren, dass sie pünktlich beendet wurde.

Wenn Sie dieses Vorgehen ausprobieren möchten, besprechen Sie dies vorab mit den Teilnehmer*innen der Besprechung. Erfahrungsgemäß sind alle Teilnehmer*innen dankbar, wenn Besprechungen pünktlich beginnen und enden und ein*e Moderator*in den Termin strukturiert.

Retrospektive – die Zusammenarbeit kontinuierlich verbessern

Die Retrospektive ist ein Event, das dem Team am Ende des Sprints die Möglichkeit gibt, sich über die Zusammenarbeit auszutauschen, Probleme aufzudecken, Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und diese im kommenden Sprint umzusetzen. Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Methoden, die eingesetzt werden können, um eine Retrospektive zu gestalten.

Norman Kerth, der Erfinder der Retrospektiven legt den Fokus auf die folgenden vier Kernfragen:

Scrum - Zusammenarbeit täglich verbessern

Legen Sie nach der Diskussion mit dem Team fest, welche Maßnahmen Sie umsetzen wollen und definieren Sie Verantwortlichkeiten und ein Zieldatum.

 

Darf es mehr Scrum sein?

Scrum ist viel mehr als die gerade vorgestellten drei Elemente. Falls Sie mehr über die verschiedenen Rollen, Events und Artefakte erfahren möchten, können Sie sich von dem  Scrum Guide, den Leitfaden zu Scrum, inspirieren lassen. Er wurde von den Scrum Erfindern Ken Schwaber und Jeff Sutherland verfasst und wird kontinuierlich verbessert. Der Scrum Guide ist frei unter https://scrumguides.org/scrum-guide.html verfügbar.

 

Wenn Sie prüfen möchten, ob Scrum für Sie, Ihr Team oder Ihre Organisation das passende Rahmenwerk ist oder Sie Unterstützung bei der Einführung, Schulung oder Durchführung von Scrum benötigen, sprechen Sie uns an. Unsere erfahrenen und zertifizierten Scrum Master und Agile Coaches unterstützen Sie gerne.


Erstellt von: Claudia Gruhn M.A., Managerin, Consulting und Transformation, PROTEMA Unternehmensberatung GmbH

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