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Nutzen Sie den rosa Elefanten! Teil II

Rosa Elefant

Foto: Ingram

Haben Sie seit der Lektüre von Teil I vermehrt an den rosa Elefanten denken müssen? Und erzeugen Sie auch jetzt gerade eine innere Vorstellung des rosafarbenen Vierbeiners, dem sogenannten „Framing“? Wie Sie negative Auswirkungen der inneren Vorstellung vermeiden können, erfahren Sie in Teil II.

Einfach bewusst gestalten

Die folgenden Punkte zeigen ein paar Ansätze, um die eigene Präsentation so einzurahmen, dass negative Auswirkungen vermieden werden.

1. Allgemeiner Ein- und Ausstieg

Sie sollten nie mit der Tür ins Haus fallen, indem Sie sofort mit Ihren Kernaussagen beginnen. Das Zielpublikum benötigt eine gewisse Rüstzeit, um sich auf Ihr Thema einzustellen. Hierbei hilft zu Beginn ein allgemeiner Einstieg, der die Aufmerksamkeit in die Richtung des Themas lenkt und es mit positiver Energie auflädt. So könnte ein Planungsgespräch mit dem Zeithorizont beginnen, der durch eine absehbare, günstige Vorschau erlebbar gemacht wird. Der Abschluss sollte aus einem passenden Ausstieg bestehen, z. B. indem man beschreibt, was die Zukunft einem persönlich bringt.

2. Wording

Ein wichtiges Element der Botschaften ist die genutzte Sprache, die Worte, Fachbegriffe und Beispiele. Dabei sollte es eigentlich nicht erwähnenswert sein, dass man immer die Landessprache seiner Zielgruppe nutzt, sowie die Schlüsselwörter, die aus dem Bereich der Zielgruppe stammen. Unbedingt vermieden werden sollten Stigmawörter, d. h. Wörter, die einen Text mit negativen Gefühlen aufladen. So sind viele Begriffe des Managements (z. B. Strategie, Verantwortung, Führung) belastet und erzeugen bei der Zielgruppe Widerstand. Dazu kommen lokale Befindlichkeiten, die die Nutzung eines Begriffs verbieten, wie die Erwähnung von ungelösten Problemen oder schlechten Erfahrungen, die der Sache nicht förderlich sind. Das gilt übrigens auch für Namen, wie Herr Mustermann, der stets scheitert.

3. Visualisierung

Ein-Wort-sagt-mehr-als-tausend-Worte ist nur dann hilfreich, wenn die tausend Worte das Thema unterstützen. Andernfalls geht der Schuss nach hinten los. Dabei gibt es kein One-size-fits-all. Über Geschmack kann man schließlich schlecht streiten. Je nach Zielgruppe sollte ein passender Visualisierungsstil genutzt werden – Strichzeichnungen, Grafiken (mit/ohne Schatten), Chaka-Fotografie, usw. Dazu gehört auch der Umgang mit der Formatierung der Texte, Tabellen und technischen Zeichnungen. Als Daumenregel gilt: Was man nicht mehr erkennen kann, ist zu klein und sollte weggelassen werden – derartige Aufbereitungen gehören unpräsentiert in den Anhang. Mit einer schlechten Visualisierung läuft man schnell Gefahr, seine Botschaften zu zerstören.

4. Persönliche Überzeugung

Ein oft vergessener Aspekt bei der Vermittlung einer Botschaft ist die eigene, innere Überzeugung - der Glaube an die Inhalte. Die Begeisterung für die vorgestellten Themen kann das Zielpublikum erkennen - an der Körperhaltung, an der Gestik und der Art zu sprechen. Nehmen Sie sich die Zeit, um Ihre Begeisterung aufzubauen oder die Inhalte solange anzupassen, bis sie Sie überzeugen. Die Alternative ist das Risiko, dass die Vorbereitung nicht das gewünschte Ergebnis erzielt.

 

Vergessen Sie nie

Ihre Arbeitsergebnisse bestehen auch aus unterschwelligen Botschaften, die sich in der Aufbereitung und der Darbietung der Stoffe verstecken. Präsentationen, Berichte, Artikel, Reden und Ähnliches sind stets von der informationellen Aura eingehüllt, die einen großen Einfluss auf die Akzeptanz Ihrer Ideen beim Zielpublikum haben. Kümmern Sie sich aktiv um diese Bestandteile und reduzieren Sie dadurch das Risiko, dass Ihr Anliegen scheitert. Framing bietet hierbei ein paar Ansatzpunkte, um die Sie sich bewusst kümmern können – den richtigen Ein- und Ausstieg, das passende Wording, die unterstützende Visualisierung und den angemessenen Auftritt. Man sollte die unterschwellige Seite der informationellen Aura, die ihr Eigenleben führt, nicht unkontrolliert wirken lassen. Die andere Seite, die bewusste Unterstützung der Inhalte durch die Gestaltung der Aura, schafft dabei Sicherheit und erhöht die Wahrscheinlichkeit Ihres Erfolgs. Vergessen Sie nie den rosa Elefanten.

 

Fazit

Sollten Sie jetzt das Gefühl haben, dass der rosa Elefant Ihnen zu viel Arbeit macht, dann stellen Sie sich einfach vor, was Ihnen blüht, wenn Sie sich nicht um das Framing kümmern. Es sind die Missverständnisse, die die Umsetzung Ihrer Konzepte belasten. Nachdem Ihnen der rosa Elefant nicht mehr aus dem Kopf geht, sollten Sie sich die Zeit nehmen und am Schluss Ihrer inhaltlichen Vorbereitung zumindest die negativen Nebenwirkungen Ihrer Botschaften eliminieren. Wenn Ihre Präsentation allerdings richtig gut laufen soll, dann bauen Sie ein paar positive Frames ein und nutzen Sie den rosa Elefanten.

 

 



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