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Das Fremde in der Fremde: Es ist nicht besser oder schlechter – nur anders!

Weltkarte - Das Fremde in der Fremde

Alles was anders ist, macht zunächst einmal unsicher oder sogar Angst. Andere Kulturen üben auf der anderen Seite jedoch auch einen starken Reiz aus. Wer dem Reiz nachgeht und dann privat in eines der berühmten Fettnäpfchen tritt, dem ist dies wahrscheinlich überaus peinlich. In Geschäftsbeziehungen kann ein solches Missgeschick jedoch gravierendere Auswirkungen haben. Aber keine Angst, die Freude und der Nutzen sind größer als das Risiko!

Die Vorbereitung beginnt wie immer zu Hause

Die Aufregung beginnt schon vor der Reise! Was muss gepackt werden? Wann muss ich los zum Flughafen? Brauche ich ein Visum? Je weiter die Reise geht, desto größer die Spannung. Neben diesen organisatorischen (und verhältnismäßig leicht zu beantwortenden Fragen) gibt es auch die Frage nach der fremden Kultur. Wer am liebsten seinen Urlaub im Vorgarten verbringt, auf Mallorca schon vor dem Frühstück seine Liege mit dem Handtuch belegt oder egal wie weit entfernt am liebsten sein Schnitzel bestellt, wird die Frage wahrscheinlich mehr beschäftigen als jemand, der seit Jahren als Backpacker die entferntesten Winkel der Welt erkundet.

Bei mir besteht die Aufregung immer aus Vorfreude, gepaart mit einer gewissen Unsicherheit. Ich bin jedes Mal wieder gespannt, was mich erwartet, was es zu sehen und auszuprobieren gibt. Dabei ist es egal, ob ich beruflich oder privat reise. Immer schwingt die gleiche Frage mit: Sind „die“ wirklich so, wie man immer hört? Ich lese gerne in Blogs und Foren nach. Auch mit Leuten zu sprechen, die schon vor Ort waren, hilft natürlich. So erhält man sehr hilfreiche Informationen, wie z. B.

  • In den USA gibt es oft kein 13tes Stockwerk, da es die Unglückszahl ist.
  • In China ist die Unglückszahl dagegen die 4, da diese ähnlich ausgesprochen wird wie „Tod“.
  • In Thailand darf man nicht auf Geld auf dem Boden treten, da darauf der König abgebildet ist.
  • In Neuseeland herrscht Linksverkehr.

Dabei gibt es nur ein Problem: die Informationen sind häufig widersprüchlich, wenn es um den alltäglichen und beruflichen – also den zwischenmenschlichen – Umgang mit Personen geht. Das verunsichert natürlich zunächst einmal.

 

Alles halb so wild!

Die Unsicherheit bleibt da, bis man die Kollegen vor Ort näher kennenlernt. Dann wird schnell klar, auch diese haben Vorurteile. Die bereits angesprochenen Klischees über Deutsche halten sich in Urlaubsregionen hartnäckig. Ebenso hält sich aber auch das Klischee vom pünktlichen, strengen und effizienten Deutschen. So gibt es wahrscheinlich Klischees über jedes Land auf der Welt. Vermutlich wissen Sie, dass man in den USA beim Smalltalk nicht über Sex, Politik oder Religion sprechen soll. Aber was soll man tun, wenn man direkt darauf angesprochen wird? Auch wenn man etwas nicht gut findet, sollte man sich in Diplomatie üben. Die meisten Länder sind patriotischer als Deutschland, deshalb ist der Gegenüber bei einer undiplomatischen Antwort, die sich direkt auf das Land bezieht, verletzt. Das kann großen zwischenmenschlichen Schaden anrichten. Hat man erst einmal den Ruf, die Kultur des Gastlandes abzulehnen und engstirnig zu sein, so ist dies meist sehr schwer zu reparieren. Zudem wird dieser Ruf schnell auf alle Deutschen übertragen.

Alle Locals, die ich bisher auf meinen Reisen getroffen habe, wollten mir ihre Kultur näher bringen. Dabei geht man häufig in ein authentisches Restaurant, das man als Ausländer nie gefunden hätte. Und wer es doch findet, muss vielleicht hungrig wieder gehen, weil er aufgrund der Sprachbarriere nichts bestellen kann. Und gerade an solchen Abenden in gelockerter Atmosphäre lernt man doch am meisten über „die“. Und da kommt auch schon der größte Vorteil des beruflichen Reisens ins Spiel: Man muss nicht erst einheimische Leute finden und ins Gespräch kommen, man trifft diese gleich am ersten Tag bei der Arbeit. Sollte man aber doch mal in ein Fettnäpfchen treten, gibt es immer noch den „Ausländerbonus“. Sofern man sich respektvoll entschuldigt, so wird einem meist ebenso schnell vergeben wie einem das Missgeschick passiert ist.

 

Fazit

Es ist nicht besser oder schlechter, es ist nur anders. Wer dies im Hinterkopf behält, sich vorher über die Kultur informiert und dieser mit Respekt begegnet, dem steht ein unvergessliches und vor allem positives interkulturelles Erlebnis bevor!



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