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US-Handelsbarrieren als Chance - Strategische Vorteile durch Standortverlagerung in die USA

Die USA gewinnen wieder an Relevanz – zumindest, wenn es um Produktionsstandorte geht. Neue Zölle, geopolitische Spannungen und nationale Industriepolitik stellen exportorientierte Unternehmen vor neue Herausforderungen. Im Interview erklären Michal Říha, Christof Bartsch und Thomas Jurgeleit, alle drei Senior Manager und Mitglieder der Geschäftsleitung der PROTEMA Unternehmensberatung GmbH, worauf es bei einer Verlagerung in die USA ankommt, welche strategischen Fragen Unternehmen klären müssen – und warum externe Beratung in solchen Fällen unverzichtbar ist.

 

WHITEPAPER: STANDORTSUCHE NORDAMERIKA

 

Viele Unternehmen sind durch die neuen US-Zölle verunsichert. Wie bewerten Sie die aktuelle Situation?

Michal Říha: Die Zölle erschweren den Export in die USA erheblich, gleichzeitig steigt der Druck, vor Ort zu produzieren. Für Unternehmen mit hohem Exportanteil kann eine Standortverlagerung eine logische Konsequenz sein – allerdings nur, wenn sie strategisch vorbereitet wird. Die Nähe zum Markt ermöglicht es, die Marktspezifika schneller und besser aufzunehmen, Marktveränderungen frühzeitig zu erkennen und proaktiv zu reagieren.

Christof Bartsch: Hinzu kommt: Wer heute den Marktzugang absichert, verschafft sich langfristige Vorteile. Das gilt besonders für Unternehmen, die bisher keinen Standort in den USA haben, dort aber bereits relevante Umsatzanteile erzielen. Ohne physische Präsenz kann es künftig schwer werden, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten strategischen Fragen, die Unternehmen im Vorfeld beantworten müssen?

Christof Bartsch: Es beginnt mit der Überlegung, welches Geschäftsmodell in den USA etabliert werden soll. Wie tief soll die Wertschöpfung gehen? Welche Produkte sollen lokal gefertigt werden? Und: Welche Kapazitäten sind realistisch umsetzbar? Erst wenn diese Fragen geklärt sind, lassen sich die Anforderungen an einen konkreten Standort ableiten. Es geht also nicht zuerst um das Grundstück, sondern um Strategie und Struktur.

 

Die Nähe zum Markt ermöglicht es, die Marktspezifika schneller und besser aufzunehmen, Marktveränderungen frühzeitig zu identifizieren und auf diese proaktiv zu reagieren. Eine Standortverlagerung kann für Unternehmen daher enorme strategische und wirtschaftliche Vorteile bedeuten.
 

Michal Říha, Senior Manager PROTEMA

 

Thomas Jurgeleit: Auch Fragen wie Qualifikationsanforderungen für Mitarbeitende, Flächenbedarf, logistische Anbindung oder zukünftige Skalierbarkeit müssen bereits im Vorfeld diskutiert werden. Erst wenn das strategische Zielbild klar ist, macht die operative Suche Sinn. Ohne diesen Vorlauf bleibt jede Standortentscheidung oberflächlich.

 

Regulatorische Heterogenität als Stolperfalle

Was macht die Standortsuche in den USA so komplex?

Thomas Jurgeleit: Die besondere Herausforderung besteht darin, dass das Land in seinen Strukturen und Vorgaben sehr heterogen ist. Die Regularien unterscheiden sich deutlich zwischen den Bundesstaaten – nicht nur auf rechtlicher Ebene, sondern auch bei Steuern, Arbeitsrecht, Genehmigungsverfahren oder Förderprogrammen. Ohne spezifisches Know-how und lokale Netzwerke kann ein solches Projekt sehr schnell scheitern.

 

Die besondere Herausforderung bei der Suche nach einem passenden Standort in den USA besteht darin, dass das Land in seinen Strukturen und Vorgaben heterogen ist.
 

Thomas Jurgeleit,Senior Manager PROTEMA

 

Michal Říha: In der EU sind Unternehmen an einheitlichere Rahmenbedingungen gewöhnt. Die USA dagegen bestehen aus 50 Staaten mit jeweils eigenen Anforderungen. Wer diese Unterschiede nicht kennt und einordnet, läuft Gefahr, spätere Probleme bei Genehmigungen oder im laufenden Betrieb zu erleben. Deshalb braucht es eine strukturierte Herangehensweise.

 

Systematik statt Bauchgefühl

Wie läuft eine systematische Standortsuche idealerweise ab?

Michal Říha: Am Anfang stehen eine Markt- und Standortanalyse sowie die Definition von Bewertungskriterien. Dann folgen Center-of-Gravity-Analysen, Warenstromanalysen, logistische Bewertungen. Erst ganz am Ende kommt die eigentliche Immobiliensuche. Wer hier frühzeitig Berater hinzuzieht, vermeidet kostspielige Fehleinschätzungen und kann datenbasiert entscheiden.

Christof Bartsch: Die Standortsuche ist keine Excel-Übung. Sie betrifft das gesamte Unternehmen: Einkauf, Logistik, Produktion, Vertrieb. Es geht um eine gesamtheitliche Bewertung – auch kulturelle Aspekte oder Anforderungen an die Organisation spielen eine Rolle. Deshalb ist ein interdisziplinärer Ansatz essenziell.

 

Beratung als Erfolgsfaktor

Warum ist die Einbindung externer Berater so entscheidend?

Christof Bartsch: Mit Hilfe von externen Beraterinnen und Beratern gelangen Unternehmen zu einer fakten- und datenbasierten Entscheidungsfindung und profitieren dabei nicht nur von deren Expertise, sondern auch von ihrer externen Sicht und ihren Netzwerken vor Ort. Gerade in den USA sind solche Netzwerke entscheidend, weil die Prozesse dort anders laufen als in Europa.

 

Mit Hilfe von externen Beraterinnen und Beratern gelangen Unternehmen zu einer fakten- und datenbasierten Entscheidungsfindung und profitieren dabei nicht nur von deren Expertise, sondern auch von ihrer Erfahrung, ihrer externen Sicht und ihren Netzwerken vor Ort.

Christof Bartsch, Senior Manager PROTEMA

 

Thomas Jurgeleit: Beratung bedeutet aber nicht nur Projektunterstützung, sondern beginnt viel früher. Wir helfen unseren Kunden, Überlegungen zu strukturieren, Optionen zu bewerten und konkrete Strategien zu entwickeln. Ohne diesen Schritt ist die eigentliche Standortsuche kaum zielführend. Außerdem bringen wir methodisches Know-how ein – etwa für die Entwicklung von Entscheidungsmatrizen oder Risikobetrachtungen.

 

Fazit

Die neuen US-Zölle erschweren den Export in die Vereinigten Staaten und machen eine Produktion vor Ort attraktiver. Unternehmen mit hohem Exportanteil in die USA sollten daher eine Standortverlagerung in Betracht ziehen. Eine Standortverlagerung bietet große strategische und wirtschaftliche Potenziale, vorausgesetzt, sie ist sorgfältig geplant und durchdacht. Dabei ist externe Expertise kein überflüssiger Luxus, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor, um fundierte und tragfähige Entscheidungen zu treffen. Ohne eine klare Struktur und eine durchdachte Strategie kann jedoch selbst die vielversprechendste Chance schnell zum Risiko werden.

 

Mehr zum Thema: Wie europäische Unternehmen vom neuen Handelsabkommen mit den USA profitieren können

 

Fokusthema: Standortsuche in den USA

 

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